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Mittwoch, 10. April 2013

Bioshock Infinite Abenteuerbericht

von Josy

Der Himmel ist heute fast so blau wie in Columbia und wenn ihr dort noch nicht wart, aber denkt die Reise will ich unbedingt noch unternehmen, was auch jedem zu empfehlen ist, dann werde ich diesen Satz vielleicht demnächst mit folgenden Worten beenden: Auf Spoiler nehme ich keine Rücksicht, ist schließlich ein Abenteuerbericht!

Weil Ostern war, brauchte Tony einen neuen Trick, um mich zu sich zu locken, also hat er was von einem versteckten Geschenk gelabert und ich bin natürlich darauf angesprungen. Gefunden habe ich das gute Stück dann im Notebook (hört sich dumm an und ist vermutlich auch falsch) und wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, wartete da ein kleines Bioshock Infinite auf mich (auf uns natürlich). Wir haben also keine Zeit verschwendet und uns auf den Weg gemacht, um Belle aus ihrem Turm zu befreien, der sich in einer Wolkenstadt befindet. Alles klar. Und singen kann sie auch :D
Belle, wie wir sie getauft haben, ihr kennt sie vielleicht als Elisabeth, ist nach der Befreiung die ganze Zeit bei uns und wenn sie doch mal fehlt, sind wir traurig, weil uns niemand Gegenstände zuwirft. Kennt man so ja gar nicht von den üblichen Eskort-Missionen, bei denen man froh ist, wenn sie vorbei sind. Belle ist anders, die muss nicht beschützt werden, die kann das alleine. Das sagt uns das Spiel auch gleich, damit keine Panik entsteht. Puh aufatmen. 

Die Aufmerksamen unter euch müssten schon aufhorchen. Was die Alte spielt nen Shooter, ich dachte die sei zu blöd zum Zielen. Stimmt auch, aber ich hab´s gelernt... naja ein bisschen. Hab mich mit dem Präzisionsgewehr hinter einer Kiste versteckt und gewartet bis mir etwas vor die Linse läuft und dann böse geguckt, wenn Tony die Waffen ausgetauscht hat (wenn er mal ran durfte - war nicht so oft). Die meiste Zeit habe ich gespielt und gequengelt, wenn ich Tony habe spielen lassen. Außer es wurde zu schwer oder ich war müde. Müde war ich ungefähr 10 Minuten nach Controller Weitergabe. Gespielt haben wir mit Controller, denn sonst müsste man sitzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in dem Schießbudentutorial haben wir dann auch die richtige Zeigergeschwindigkeit gefunden. Das war ein Abenteuer Leute.
Mit Tonys veraltetem Grafikkartentreiber konnten wir natürlich nur auf Mittel spielen und manchmal war es dann einfach Niedrig, aber trotzdem noch schön. Bis auf die Äpfel. Die haben wir so vermutlich schon auf der Playstation 1 gesehen. Also dieselben Texturen. Recycling so zusagen. Und die Stadt war voller Klone, nur die kleine Elisabeth war anders. Die war Belle. Und klein. Klein wie Lämmer nun mal sind. Oder Kinder (huch). Und dann wirft die uns auch noch Geld zu (verkehrte Elternwelt). Was will man mehr?

Weil ich übertrieben schreckhaft bin hat mir die Plasmidhand natürlich regelmäßig Angst gemacht und der ein oder andere Schuss hat sich gelöst. Keine Ahnung, ob Tony das gemerkt hat, vielleicht hat er auch geschlafen. Oder gedacht der Alten ist eh nicht mehr zu helfen, lass sie schießen. Hat ja sonst keine Freude im Leben. Vielleicht trifft sie endlich mal was, offensiv, nicht hinter der Kiste hockend. Unser liebstes Plasmid (ich weiß, dass die Dinger in Infinite anders heißen, aber ich mag Plasmide nun mal - irgendwelche Gene in Gene einbauen - schön) war letztendlich das Magnet-Teil: schöne Ladung Munition sammeln und zurück in den Deppen der es wagt auf uns zu schießen :D
Die Krähen waren aber auch schön. Da kam das entzückende Händchen immer, wenn wir eine Frau angeguckt haben. In meiner Vorstellung hat Booker dabei gesabbert. Der alte Lustmolch.

Ein bisschen traurig hat uns das lineare Leveldesign gemacht (in einer Dimension hin, in der anderen zurück, juchu) aber so konnten wir uns immerhin nicht ganz so schlimm verlaufen. Wenn der Wegpfeil uns nach oben an die Skyline geführt hat, war das schon mal ein 15 minütiger Krampf. Ja keine Ahnung wie das immer wieder passieren konnte. Aber es ist passiert. Nennt uns dumm. Aber nicht in den Kommentaren, das könnte uns traurig machen. 
Und dann gab´s da ja noch die Entscheidungsfreiheit. Lass ich mir in die Hand stechen von so einem dummen Ticketverkäufer? (NÖ!) Welche Kette steht Belle besser? Erschieße ich den alten Sack? Ändert das überhaupt irgendwas? Erzählt mal. Kommt die Binde wieder ab? Wird Elisabeth mit Käfigkette wieder im Turm eingesperrt? Geht Rapture nicht unter? Verlernt Songbird gar das singen? D:
Ach, und habe ich schon die gute deutsche Synchronisation erwähnt (natürlich nicht sonst müsste ich jetzt ja nicht so doof fragen)? Kennt man so ja gar nicht. Muss also mal gelobt werden. Schön auch: Elisabeth höflich und zuvorkommend. Booker: "DA!, LOS, MACH!". Aber für den fehlenden Anstand des Protagonisten können ja die Synchronsprecher nichts, oder? ODER? Am Ende wollte der Typ es nur schnell hinter sich bringen und im Englischen haben wir einen eloquenten britischen Gentleman. Das wäre schön gewesen.
Panisch wurden wir immer, wenn wir etwas gefunden haben. Ein Buch, um eine Geheimschrift zu entziffern, könnte man hier nennen. Oder eben umgedreht. Haben wir eine Abzweigung übersehen? Kommt das dann später? Was sollen wir nur tun! Mein Kopf tut weh. Aber letztlich haben Tassilo und Madame Pottine immer zusammen gefunden. Und damit wir dann am Ende nicht an einem Rätsel hängen bleiben hat das arme Mädel, das sein Leben im Turm bei Büchern und Rissen verbracht hat, das für uns erledigt. Ein Glück. Man stelle sich vor, die hätte ein paar Sekunden gezögert. Panik wäre ausgebrochen! Schön war auch: Türen knacken. Wurden wir gegen Ende unachtsam und haben keine Schlösser mehr für die ganzen Lockpicks gefunden. Oder haben wir am Anfang die ganzen Schlösser gefunden, aber keine Lockpicks? Waren diese vielleicht sogar in einer anderen Dimension und wir haben den Riss nicht gefunden??? Alles möglich. Und wie viele Bookers gibt es letztendlich, wenn nach jedem Sterben ein neuer kommt. Kommt nach jedem Sterben ein neuer Booker? Und wer nennt sein Kind eigentlich Booker? Ist Booker überhaupt ein Name?



Ihr wollt noch wissen was unser schönster Moment im Spiel war? Belles Gesicht nachdem wir das Piano zur Seite geschoben haben. :D  So guck ich auch immer, wenn Tony redet.
Die Geschichte war aber auch schön, uns aber etwas zu vorhersehbar :p
Ach ja, eine Zeittafel mussten wir uns danach natürlich auch nicht angucken. Wir haben nämlich voll den Durchblick, wenn es um Multiversen geht. Aber, weil wir wissen, dass vielleicht nicht jeder von euch so schlau ist wie wir, HIER eine auf Deutsch, ihr kleinen Schäfchen.
Mehr habe ich im Moment nicht zu sagen außer, dass ich Zuckerwatte will.  

Samstag, 9. März 2013

Review: Metal Gear Rising - Revengeance



von Josy J.

Plattform: PS3, XBox360
Release: 2013
Entwickler: Platinum Games, KojiPro
Publisher: Konami


Irgendwann im Februar brauchte Tonys Playstation einfach mal Urlaub von Tony und wer kann´s ihr verdenken. Also habe ich mich aufopferungsvoll dazu bereit erklärt die Kleine (naja, ich musste schon ordentlich was frei räumen) für ein paar Wochen zu füttern und zu unterhalten. Und dann kam auf einmal genau in der Zeit Metal Gear Rising Revengeance raus. Die Füchse unter euch haben schon gemerkt: Tony kann das jetzt gar nicht bewerten! Und damit hier auf dem Blog trotzdem noch was passiert muss ich das machen! Meine Damen, meine Herren, es folgt die beste, aussagekräftigste Review aller Zeiten.


„Metal Gear…?“

Metal Gear Rising muss sich ja von Anfang an anhören, dass es gar kein Metal Gear ist, weil kein Schleichen und kein Snake und wer ist eigentlich dieser Raiden und was sollen Cyborg Ninjas im Metal Gear Universum. Ja ja ich weiß die spinnen und ihr habt ja Recht, alles kacke …. Wir wollen doch nur mit unserer Betäubungspistole bewaffnet durch irgendwas schleichen und wollten natürlich niemals Gray Fox sein (der ist ja auch immer nur geschlichen ne und nun sowas) als wir Metal Gear Solid damals, als wir klein waren, gespielt haben. Und jetzt gibt uns Platinum Games persönlich diese Chance und es wird gemeckert. Aber ich meckere nicht sondern sage euch jetzt endlich, warum Rising ein schönes Spiel ist (und warum nicht).
Aber erst nachdem ich nochmal gemeckert habe. Denn bei einem haben die Kritiker recht: es sieht ganz oberflächlich (also Hülle) schon mal nicht schön aus. Da will ich ein Bild von Yoji sehen und nicht, naja, das Cover so wie es ist halt. Und beim Booklet wurde sich in der Vergangenheit auch mal Mühe gegeben. Nicht dass ich die Comics je wirklich gelesen hätte, aber ich war immer beruhigt, dass sie da sind.


„Jack is back“ … jetzt ernsthaft?!

Etwa 4 Jahre nach Teil 4 (haha) kämpft Raiden also gegen den Krieg und heult dabei, wie schon in Teil 2, per Codec, alle wegen seiner Kindheit voll. Aber wem soll er es auch  sonst erzählen, wenn Rose nicht da ist (und an die die sagen: Ey wasn mit Rose? Interessiert kein oder was??? Ihr müsst schon das Codec benutzen um an eure Informationen zu kommen, ne?) Ansonsten kommt es mir, was Raiden betrifft, doch eher wie eine Zusammenfassung von Teil 2 vor, aber ich kann mich auch irren. Das nehme ich aber keinem Geschichtenschreiber übel, ich würde auch alle damit belästigen.


Es ist nicht alles scharf, was glänzt

Hach ja ich und mein Computer, wir setzen die Grafikeinstellungen gern runter um ein flüssiges Spielvergnügen zu erleben (wir versuchen es zumindest). Ich bin da nicht so empfindlich und achte auch gar nicht großartig darauf. Also werde ich hier jetzt nichts mit der Grafik von anderen Spielen vergleichen, denn das kann und will ich nicht. Aber ich sage euch was mich belustigt hat. Zum Beispiel wenn Smokey-Eye-Raiden im fensterlosen Flur steht und seine Haare im Wind auf und ab wippen. Das finde ich schön (Ich habe gehört Lara hat diese Disziplin bereits perfektioniert). Und am liebsten habe ich die Sequenz, wenn er einen Touchscreen bedient. Sieht so unangestrengt und feinfühlig aus. Aber was willste machen bei solchen Krallen, da muss irgendwo noch ein Stück Fingerkuppe zum Antatschen gefunden werden. Können Cyborgfinger Touchscreens überhaupt bedienen?
Tony sagt ich soll jetzt auch noch erwähnen, dass das Spiel mit 60fps läuft. Aha. Mir ist das egal, aber ihr wisst nun Bescheid. Und das ist auch der Grund dafür, dass die Gegenstände dann irgendwann einfach verschwinden. Zum Glück, denn meine Tonne will ich nur ungern verlassen, also warte ich, faul wie ich bin, bis der Weg frei ist :D
Lange Rede kurzer Sinn: es war schön und stimmig.


Das tapfere Schneiderlein

 Am liebsten Kämpfe ich mit Schwert, weil ich zu blöd zum Zielen bin. Danke Platinum Games. Leider bin ich auch zum akkuraten Schneiden gelegentlich zu blöd, aber es macht Spaß. Was keinen Spaß macht sind die Quick Time Events. So schnell wie die auf einmal da stehen, sind sie auch schon wieder weg und ich bin traurig, weil ich den Gecko weiter bekämpfen muss. Meine Erregungsübertragung läuft nämlich nicht so schnell. Das muss erst vom Auge zum Gehirn und dann noch irgendwie zu meinen Händen.  In der Verarbeitungszeit drücke ich dann bereits fünf andere Tasten und das war´s dann. Ich bin kein Cyborg, ich spiele nur einen, bedenkt das. Ansonsten kann ich nicht meckern. Aber hätten wir auch etwas anderes von den Meistern erwartet?
Ich würde das Spiel jetzt nicht als so abwechslungsreich wie Teil 4 bezeichnen, aber welches Spiel ist das schon. Schneiden reicht mir hier fürs erste. Schneiden ist schön. Und innovativ. Verhältnis Action und Story finde ich meistens ausgeglichen (denkt daran, das Codec selbstständig zu nutzen!) (Manchmal übertreiben sie es dann doch mit den Gegnern, oder ihr macht die alle einfach viel schneller platt [ist ein Actionspiel, ich weiß]). Die Zwischensequenzen sind nicht drei Tage lang, aber dafür können die, die einfach mal spielen wollen und nicht immer unterbrochen werden wollen auch mal einfach nur spielen (jaja wir spielen hier ein Metal Gear. Wir wollen alle 5 Meter unterbrochen werden. Wenn ihr jetzt wild mit dem Kopf nickt, auch kein Problem. Ihr könnt schließlich alle 5 Meter jemanden anrufen und die erzählen euch dann was über Kohlenstoffnanoröhrchen, alles wie immer). Und wenn ihr dann fertig seid und das Loch in eurem Herz noch nicht mit etwas Neuem füllen könnt,  dann spielt einfach nochmal, ohne ständig unterbrochen zu werden und dann mit schlechtem Gewissen auf Überspringen zu drücken. Als Gray Fox zum Beispiel. Ein Träumchen.

Aber  jetzt mal der größte Gameplaykritikpunkt aller Zeiten: Dieses Linker-Stick-Gerüttel! Mein linker Daumen ist nicht dazu gemacht sich so zu bewegen! Kein linker Daumen sollte das. Das ging so weit, dass ich den Controller durch mein Zimmer geworfen habe, also er ist mir aus der Hand geflutscht, aber ich bin sofort hinterher gesprungen. Aber das ist auch egal, uns geht es gut. Und jetzt kommt mir hier nicht mit, „wenn die Alte zu blöd zum Ausweichen ist“, dann kann der sich auch alleine wieder einkriegen ohne, dass ich da rütteln muss. SO! (Ich mecker, weil die das immer machen, also eine Kritik an Platinum Games)
Für diejenigen die trotz Schwert lieber schleichen und unentdeckt bleiben wollen, tut mir Leid, dass Raiden diese Fähigkeit mit seinem neuen Körper wohl irgendwie verlernt hat, aber es geht auch ohne an Wänden lang schleichen. Euch bleibt immerhin eure treue Tonne, die altbewährten Pappkartons und der verbesserte Soliton Radar der jetzt auch bei Alarm funktioniert. Die Zukunft, Freunde, die Zukunft.


Das harte Leben eines Cyborgs

Der Schwierigkeitsgrad soll ja hoch sein. Also ich bin zurechtgekommen. Mal besser, mal schlechter. Trotz ausgeprägter Lernresistenz. Hierbei ist vielleicht noch die Stärke der Gegner zu erwähnen, denn das ist aufgefallen. Manche Soldaten sind nicht mal die Zeit wert die man benötigt, um sein Schwert zu schwingen, andere wiederum sind übertrieben stark. Andererseits würde man auch meckern, wenn ein kleiner Cyborgsoldat so viel einstecken würde, wie ein ausgewachsener Gecko (ich mag Geckos und kenne die Namen der anderen Viecher nicht).


Piep Piep

Für tiefgreifende Inhalte drücken Sie bitte die Select Taste ihres Controllers. Man, das muss euch doch klar sein ihr Riesenfans. Es ist wie im richtigen Leben, wenn ihr mehr wissen wollt müsst ihr auch was dafür machen. Bei den Gesprächen musste ich oft lachen, vielleicht öfter als über Snake. Aber der arme Mann kennt ja auch nichts und deswegen musste ihm immer alles erklärt werden. Godzilla? Nie gehört. Dagegen ist Raiden ein richtiger Klugscheißer.
Auch viele alte Bekannte treffen wir in Rising wieder. Niemand muss sich alleine gelassen fühlen. Die Musik ist actionreicher. Nicht typisch Metal Gear Solid. Eben dem neuen Gameplay angepasst. Aber gut.
Vielleicht ist dem einen oder anderen während des Lesens schon aufgefallen, dass ich mir den einen oder anderen Kommentar des einen oder anderen Spielers durchgelesen habe. Ich fühle mich zur Aufklärung verpflichtet. So wie Tony auch schon, was die Spielzeit betrifft. Siehe HIER. Deswegen sage ich dazu nichts. Ich bin nämlich langsam und brauche mehr als 47 Stunden. Aber wie lange es letztendlich wirklich war werden wir wohl nie erfahren (aber mehr als 9 Stunden).


Fazit: Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein. Metal Gear hat einen wundervollen Sprung in ein neues Genre geschafft von dem wir hoffentlich noch mehr sehen werden (neben dem altbewerten - doppelt Spaß also). Abschließend kann ich sagen, dass ich viel Spaß hatte und meine ganze Freizeit an dieses Spiel verschwendet habe. Ich bereue nichts. -Schrullchen out -


























Donnerstag, 15. November 2012

Review: Tokyo Jungle

von Tony Menzel und Josefine J.

Seit einiger Zeit ist das Spiel Tokyo Jungle nun schon bei uns als Download via Playstation Store erhältlich. Zeit genug um sich einen umfassenden Eindruck vom Spiel zu verschaffen. Seit dem Release und meinem Ersteindruck, wurden schon einige DLC veröffentlicht, die nicht zwingend notwendig sind, das Spiel aber um einige Tiere (und sogar Menschen!) erweitern.

Hier also nochmal die Fakten zu Tokyo Jungle:

Die Menschheit ist ausgestorben. Im einst so belebten Tokio ist nun das Jagdgebiet ehemaliger Haustiere und, aus dem Zoo ausgebrochener, Wildtiere. Der Name Tokyo Jungle beschreibt es ziemlich genau. Auf den Straßen herrscht das Gesetz der Stärkeren. Die kleinen Tiere am Ende der Nahrungskette müssen sich versteckt oder taktisch vorgehen, um überhaupt eine Überlebenschance gegen Hyänen, Tiger und sogar Dinoaurier(!) zu haben.
 Und so beginnt auch der Spieler selbst, als ein kleines Tier, am untersten Ende der Nahrungskette. Naja fast. Mit einem Küken müssen wir nicht einsteigen. Stattdessen werden wir zum Spitz oder Hirsch und müssen augenblicklich anfangen nach Nahrung zu suchen. Denn ohne ordentliches Futter überlebt man in Tokyo Jungle keine 3 Minuten. Genau genommen hat jedes Tier auch nur eineLebenszeit von 15 Jahren, was in Spielzeit umgerechnet etwa 15 Minuten beträgt. Sind diese abgelaufen sollte man sich mindestens einmal fortgepflanzt haben. Dann ist man nämlich mit der nächsten Generation von Hündchen unterwegs, die abermals aufwachsen und sich paaren müssen.

Die Anzahl der Nachkommen hängt vom eigenen Status und der Partnerwahl ab. Durch das Fressen anderer Tiere steigt die kcal Anzeige und mit dieser der eigene Rang, bis man in der dritten Stufe zum "Boss" wird. Die Moral: Wer sich so fett wie möglich frisst, bekommt die besten Weibchen.
Abgesehen von Kreislauf des Lebens bekommt man jede Menge Ziele und Herausforderungen. Durch das Markieren gekennzeichneter Bereiche kann man ein Gebiet für sich einnehmen. Das ist auch notwendig um überhaupt eine Gefährtin zu treffen und mit ihr an einen besonderen Ort zu gehen. (Vom Fortpflanzungsakt  selbst ist übrigens nicht viel zu sehen. Gott sei Dank, man weiß ja nie bei Japanern...)

Die Herausforderungen sind oft unterschiedlich und beziehen sich auf eine bestimmte Tierart in einem bestimmten Gebiet. So ist eine der ersten Aufgaben, wenn wir mit einem Spitz spielen, ein Gebiet von Katzen zurückzuerobern. Haben wir das geschafft, bekommen wir die Katze als spielbaren Charakter. Mit der Katze wiederum müssen wir den "Beagle Boss" besiegen um einen Beagle freizuschalten und so weiter.

Das Kampfsystem ist simpel und macht Spaß. Besonders gegen größere und schnellere Tiere sollte man vor allem auf Stealth Angriffe setzen. Überhaupt ist das Anschleichen ein wichtiger Bestandteil, denn kein anderes Tier lässt sich freiwillig fressen. Kommt es dann zum Kampfgeschehen, können wir den Gegner mit R1 beißen. Vorher schwächen wir seine Verteidigung mit Kratzattacken. Sollte der Gegner zum tödlichen Biss ansetzen, können wir mit dem rechten Stick ausweichen und Kontern. Es dauert eine Weile, dieses Kampfsystem zu perfektionieren, aber selbst dann kann man nie ganz sicher sein, das Kampffeld lebend zu verlassen.
Tokyo Jungle gibt das Leben in freier Wildbahn (soweit wir das beurteilen können) ziemlich gut wieder. Hinter jeder Ecke lauern Gefahren und es gibt immer ein größeres Tier oder eine Gruppe von Tieren die zur Bedrohung werden können. Der Tod in diesem Spiel ist übrigens permanent. Es handelt sich hier nämlich um eine Art Rogue Like. Wird man getötet, ist das Spiel vorbei. Man nimmt dann nur seinen Highscore und Freigeschaltenes mit in die nächste Runde.
Dafür gibt es zwei Modi. Den Überlebensmodus und den Story Modus, dessen Kapitel aber erst im Überlebensmodus freigeschaltet werden müssen.
Neben den vielen Fleischfressern gibt es übrigens auch Pflanzenfresser, wie den anfangs erwähnten Hirsch. Diese laben sich an Pflanzen die überall in der Stadt verteilt sind. Sie sind also nicht auf das Töten anderer Tiere angewiesen, dafür aber auch schwächer im Kampf. Diese Schwäche gleichen sie dafür mit Schnelligkeit aus.

Besonders gefreut hat uns der lokale Co-Op Modus. Schließlich wird die Zahl der Spiele, die man zu zweit vor einem Bildschirm spielen kann immer kleiner und kleiner. Alleine hat man viel Spaß mit Tokyo Jungle aber zu zweit wird es erst richtig interessant. Dann muss man sich zwar die Ressourcen teilen, kann aber auch zusammen planen und den Partner wiederbeleben. Paarungsplätze können leider immer nur von einem Spieler genutzt werden, danach muss das nächste Gebiet erobert werden.
Es gibt noch so viel über dieses Spiel zu erzählen und dabei stehe ich gerade mal am Anfang.
Vielen Dank an das Playstation Team für eine Promo Version dieses Spiels.

Mehr Infos zu Tokyo Jungle findet ihr u.a. in Ohrenschmaus Episode 24.

Josys Fazit
Ich habe lange keine so schönen Sprunganimationen gesehen. Kleine Spitze springen auf einmal ganze LKW hoch, wo sie zu Hause noch Anlauf holen mussten um auf's Bett zu kommen. Einfach so. Nach oben. Wie ein Flummi. Davon abgesehen, dass ich im ganzen Spitzrudel (ab 2 Tiere) irgendwann nicht mehr durchgesehen habe, welcher Spitz ich bin, hatten wir viel Spaß. So viel, dass wir weiter gespielt haben, statt Dragonball zu gucken (!!!)

Tonys Fazit
Wer Interesse an Survival Spielen und Rogue Likes hat, sollte sich Tokyo Jungle nicht entgehen lassen. Wer einfach mal nach neuen Spielkonzepten und Humor sucht, ist hier ebenfalls gut aufgehoben. Negative Punkte gibt es kaum, auch wenn man der Grafik ansieht, warum dieses Spiel bei uns nur als Download erschienen ist. Stimmig ist es trotzdem zu jeder Zeit und macht einfach unendlich viel Spaß.

FAZIT: GUT



Samstag, 15. September 2012

Versus - 1# Slender Part 3 Josys Versuch

von Tony Menzel

Unser erster Wettbewerb ging tragischerweise direkt mit einem Unentschieden aus. Wie laaaangweilig werdet ihr denken und genau das gleiche dachte ich auch. Mit 4 Notizen wollen wir den Slenderman nicht entkommen lassen, also entschied ich, einen weiteren Kandidaten in den Wald zu schicken.
Dieser starke, furchtlose und unbestechliche Krieger trägt den Namen Josy. Denn für Josy ist dieses Spiel nicht halb so gruselig wie für uns und nach einigen Runden muss auch ich zugeben, dass der Slenderman eher die Funktion eines normalen Videospiel-Gegners übernimmt: er ist zwar nicht mehr so gruselig, aber immer noch ein nerviges Hindernis auf dem Weg zum Sieg.
Wie auch immer...
Die Regeln sind die gleichen: es gilt so viele Seiten wie möglich zu finden, bevor der Slenderman uns erwischt. Alles weitere kennt ihr ja.
Seht also zu, wie Josy durch den Wald des Schreckens zieht, während ich euch ein weiteres Mal mit meinen Kommentaren nerve.


Auch hier muss ich die schlechten Bildverhältnisse entschuldigen. Ich verspreche aber Besserung in zukünftigen Videos, sobald ich dem Problem auf die Schliche gekommen bin.