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Samstag, 11. August 2012

The Hunger Games - Die Tribute von Panem


Story

Nach Jahren des Krieges ist Nordamerika nicht mehr das, was es einmal war. Viele Gebiete sind völlig zerstört, es herrscht Armut und die Menschen sind noch deutlicher in arm und reich getrennt, als es heute schon ist. Jedes Jahr fordert die Nation, die nun Panem heiß, von ihren 12 Distrikten ihren Tribut in Form eines Jungen und eines Mädchens, um an den Hunger Games teilzunehmen. Einem Überlebenswettbewerb zwischen 24 Teilnehmern der Distrikte ums Töten und nicht getötet werden, der sadistischer Weise im Fernsehen übertragen wird, mit Erfolg. Katniss meldet sich freiwillig, nach dem ursprünglich ihre viele jüngere Schwester ausgelost wurde…

Kritik

Die Tribute von Panem ist gleichzeitig die kindgerechte Version des Klassikers Battle Royale und ebenso eine Neuauflage des Stallone-Klassikers Running Man. Dementsprechend bietet der Stoff um eine sadistische Fernsehshow in der sich Leute umbringen eigentlich nichts Neues. Das es sich jedoch um 24 teilnehmende Kinder und Jugendliche handelt, die sich ab metzeln, ist schon irgendwie neu. Es sei gesagt, dass Gary Ross leider extrem viel Potential verschenkt um lieber auf Nummer Sicher zu gehen und einen Nachfolger der Twilight-Saga zu produzieren. Die Zielgruppe ist nun mal dieselbe. Natürlich kann man sagen, dass The Hunger Games für einen FSK 12 Film ziemlich blutig und brutal ist, jedoch hat sich niemand getraut die Brutalität wirklich zu zeigen, stattdessen hat man sämtliche Actionszenen mit Handkamera gedreht und alles verwackelt, so dass letztlich doch alles kindgerecht wirkt, auch wenn man wirklich viele tote Kiddies im Film sieht. Ich würde gar behaupten, dass 12-Jährige den Sinn hinter der Story nicht verstehen, aber nun gut, das ist jetzt nicht unser Problem.

Dass ein so großes Budget im Film steckt, sieht man eher nicht. Billige CGI-Effekte wechseln sich in der Regel mit durchschaubaren Green-Screen-Aufnahmen ab. Teilweise lächerlich, muss ich gestehen. Auch die Kostüme sind derartig over the top, dass die ganze Welt, die im Film (nach einem Roman) beschrieben wird, absolut unrealistisch wirkt. Ebenso schwach sind die meisten Charaktere des Streifens. Lediglich Woody Harrelson, der seine Rolle nicht ernst nimmt, spielt überzeugend, der Rest -> eher schwach. Selbst Jennifer Lawrence, die in Winter’s Bone noch gnadenlos alles weggefegt hat, mit ihrer Performance, spielt kaum überzeugend, was aber auch an ihrer mies geschriebenen Rolle liegt. Allein die Tatsache, dass die ganze Trauer über das Verlassen der Familie und die Zweifel über den Sinn der Show überhaupt, spielen nach knapp 1 Stunde Laufzeit schon keine Rolle mehr. Stattdessen ist die Hauptfigur regelrecht euphorisch und scheint sich schon zu freuen auf den Beginn der Spiele.

Generell ist die erste Stunde des Films unglaublich langweilig, zäh und unspektakulär, obwohl massiv mit Kostümen und Ausstattungen aufgefahren wird. Aber die erzählten Geschichten sind unglaublich uninteressant und reißen den Zuschauer alles andere als an sich. Zum Glück geht es dann irgendwann richtig los, nach über einer Stunde. Der Überlebenskampf zwischen den Kids im Wald ist zumindest spannend gehalten und phasenweise, wenn die Handkamera Pause hat, auch gut inszeniert. Dass sich daraus aber eine zweite Bella/Edward und am Ende auch Jacob Geschichte entwickelt, ist unverzeihlich und geht ganz klar aufs Kerbholz der Produzenten. Shame On You!

Völlig irrsinnig sind auch die Handlungen fast aller Kinder in der Welt, dabei meine ich jedoch viel mehr die Gefühlswelt der Teilnehmer. Niemand hat Angst, niemand verfällt in Wahn, niemand ruft um Hilfe. Psychisch sind alle Kinder eisenhart und lassen sich nichts anmerken. Bitte? Viele Kinder in diesem Alter haben noch Heimweh, wenn sie auf Klassenfahrt fahren und würden dann unter den Umständen der Filmhandlung keine Todesängste durchleiden? So ein Quatsch. Ebenso schlimm ist, dass sich der Film nicht mal wirklich gegen die Machenschaften des Capitols (der reichen Hauptstadt) positioniert. Grade in einem Film für Kinder oder junge Jugendliche geht das gar nicht. Der Film ist bis auf einen kurzen Riot-Act in einem Distrikt völlig unkritisch.

Fazit

The Hunger Games ist das Twilight für die nächste Generation. Ein eigentlich interessantes Thema wird langweilig, unkritisch und dröge auf der Leinwand erzählt. Die eigentlich brillante Jennifer Lawrence hat zwar ihrer Geldbörse mit der Verpflichtung für die Trilogie einen Gefallen getan, mehr aber auch nicht. Was bleibt ist ein Film, der sich zu ernst nimmt um wirklich zu unterhalten, der aber für einen ernsten Film zu wenig reflektiert und somit mindestens so unrealistisch und fragwürdig ist wie die Vampirsaga. Der Vergleich zu Battle Royale ist jedenfalls beschämend. Da liegen Welten zwischen.

Details

Darsteller: Jennifer Lawrence, Stanley Tucci, Donald Sutherland, Lenny Kravitz, Woody Harrelson, Liam Hemsworth
Regie: Gary Ross
Länge: 142 min
FSK: 12
Veröffentlichung: 2012

Bewertung:

Mittwoch, 8. August 2012

The Dark Knight Rises



Story

8 Jahre sind vergangen seit Harvey Dents Tod und dem Verschwinden von Batman, dem man immer noch die Schuld für das Ableben des Staranwalts gibt. In Gotham ist Ruhe eingekehrt. Doch schon bald zieht ein gewaltiger Sturm über Gotham auf, mit dem Namen Bane, der keine Gefangenen nimmt und die Stadt in Schutt und Asche legen will. Ein letztes Mal muss sich Bruce Wayne in seine Maskerade werfen und die Stadt, die ihn verstoßen hat, retten. Oder ist es bereits zu spät?

Kritik

Wir alle haben es herbei gesehnt und nun ist es da. Das neue Meisterwerk von Regie-Ass und Batman-Neuerfinder Christopher Nolan der mit The Dark Knight Rises seine fulminante Trilogie des Dunklen Ritters beendet. Ich sage bereits jetzt, dass mir schon im Vorfeld klar war, dass die Erwartungen an den Film am Ende gar nicht völlig bestätigt werden konnten, da man mit The Dark Knight einfach so ein Brett vorgelegt hat, dass er vielleicht für immer als beste Comicverfilmung, ja gar als einer der fünf besten Actionfilme überhaupt in die Filmgeschichte eingehen wird. Nichts desto trotz, habe ich mich natürlich enorm auf den Abschluss der Reihe gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ich beginne direkt mal mit dem Cast. Ich kann mich nicht erinnern in einem Film schon mal ein solches Ensemble gesehen zu haben. Bei wem soll man anfangen? Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Tom Hardy, Joseph Gordon-Levitt, Anne Hathaway, Morgan Freeman, Marion Cotillard und zwei weitere Stars, deren Nennung nur, den Film schon spoilern würden. Mehr geht einfach gar nicht. Da bleiben selbst die Avengers auf der Strecke. Und das ist auch nicht der einzige Grund warum Marvel gegenüber DC im Kinojahr 2012 in Sachen Qualität das Nachsehen hat. Aber zurück zu den Darstellern. Über Christian Bale bedarf es nur weniger Worte, besonders die erste halbe Stunde des Films lässt einen unweigerlich an Bales Method-Acting in The Machinist denken. Auch später spielt er einen emotional gebrochenen Mann, der ohne seine Maske nicht mehr existieren kann in dieser düsteren Welt. Der dunkle Ritter ist in seinem Finale sowohl psychisch als auch physisch schwer am Ende und kann nur noch seine letzten Kräfte bündeln und seine Ängste besiegen um letztlich auch das Böse zu besiegen. Wie schwer es Batman im dritten Teil der Trilogie hat, kann man an seinem Antagonisten Bane ausmachen. Bane ist körperlich so übermächtig, dass er Batman demütigt in dem er ihn sogar demaskiert und wortwörtlich bricht. Batman zahlt hier eine Menge Lehrgeld. Bane ist auch die Figur, mit der The Dark Knight Rises hätte fallen können, denn es ist wahrlich nicht einfach, Nachfolger einer so brillant gespielten Figur, wie die des Jokers in The Dark Knight, zu sein. Dementsprechend spielt der eigentlich charmante Tom Hardy seinen Schurken Bane auch ganz anders als Heath Ledger zu seiner Zeit den schrillen, anarchistischen Clown. Bereits in der Opening Sequenz in luftiger Höhe stellt Bane klar, dass er ein gewalttätiger und physischer Bösewicht ist, der nicht viel von Worten hält, sondern Taten folgen lässt, aber und das ist für unseren Helden Batman das Problem, Bane zeigt trotzdem Grips. Tom Hardy hat es sich dann auch nicht nehmen lassen und eine gewisse Prise Zynismus von Heath Ledger übernommen (Börsenheinz: "Hier gibt es kein Geld, das sie stehlen könnten! Bane: "Wirklich? Und warum seid ihr dann alle hier???"). Tom Hardy hatte es mit seiner Mundmaskerade besonders schwer schauspielerisch zu überzeugen, da ihm kaum Möglichkeiten zur Mimik gegeben waren. Aber Hardy löste das Ganze durch seine einzigartige Präsenz und seine genuschelte und herrlich betonte Sprache. Bane ist, wie er selbst sagt, Gothams Abrechnung, das notwendige Böse. Das nimmt man dem hochbegabten Hardy sofort ab, auch wenn er längst nicht so präsent ist wie der Joker. Auch andere Stammdarsteller von Christopher Nolan überzeugen. Besonders hervorzuheben sind die emotionalen Darstellungen von Joseph Gordon-Levitt als immer mutiger werdender Polizist Blake, Michael Caine zu Tränen rührend als Butler Alfred und Gary Oldman in seiner Paraderolle als Comissioner Gordon. Doch irgendwie wird ihnen trotz hervorragender Leistungen die Show von einer Dame gestohlen, die man so gar nicht auf der Rechnung hatte: Anne Hathaway als Catwoman. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Dame nicht wirklich leiden kann, aber als Catwoman, mein lieber Scholli, überzeugt sie wirklich auf ganzer Linie. Sowohl ihr Charakter ist wesentlich ausgereifter als in den alten Batman-Filmen, als auch ihre körperlichen Fähigkeiten. Hathaway verdrischt die Männerwelt nur so vor Wut und Energie. Welche Szenen mit besonders in Erinnerung geblieben sind? Auf jeden Fall das emotionale Gespräch zwischen Bruce Wayne und Butler Alfred. Einfach nur rührend. Auf eine ganz andere Art und Weise begeistert die schon aus den Trailern bekannte Szene, in der Bane während eines Football-Spiels das Spielfeld von unten sprengen lässt. Grandios vor allem deswegen, weil zuvor in Totenstille die Nationalhymne gesungen wird in ihrer reinsten Form, von einem kleinen Jungen, während sich das Böse, in Gestalt von Bane, seinen Weg ins Stadion schafft. Das große Spektakel an Action und Spannung fährt dann die letzte dreiviertel Stunde auf, über die ich aber nichts erzählen werde, da dies ohne Spoiler einfach nicht möglich ist. Das würde euch den Film definitiv versauen. Aber nun weiter mit der Lobeshymne, denn meine Begeisterung wird auch von Regisseur Nolan erzeugt, der die Actionszenen, wie immer gekonnt in Szene setzt, aber vor allem dem das Meisterstück gelingt die vielen zunächst unübersichtlichen Plots und Handlungsstränge am Ende alle zusammen zu bringen und zu lösen, ohne große Logikfehler. Ganz stark! Lob gebührt auch dem fantastischen Score von Mastermind Hans Zimmer. Gänsehaut pur! Aber nun genug gelobt, es gibt nämlich auch einige Gründe, warum The Dark Knight Rises letztlich nicht so gut ist wie sein Vorgänger. Zum einen liegt das an der zu kurz bemessenen Screentime der eigentlichen Hauptfigur Batman. Es vergehen knappe 40 Minuten bis Bats überhaupt im Einsatz zu sehen ist und dann auch nur kurz und im Mittelteil auch wieder nicht für eine ganze Weile. Das ergibt zwar Sinn im Rahmen der Handlung, aber ich behaupte einfach mal, dass man das besser hätte lösen können. Außerdem fehlen mir die ganz großen Magic Moments, die den Film perfekt hätten machen können. Man muss aber zugeben, dass die Magic Moments in The Dark Knight fast ausschließlich von Heath Ledger kamen. Und so sind wir wieder beim Ausgangspunkt, den Erwartungen.

Fazit

Meine Erwartungen wurden nahezu vollständig erfüllt. Wer jedoch den Film an The Dark Knight messen will, der könnte schon ein kleines Stückchen enttäuscht sein. Nolan und seine fantastischen Darstellern schließen den Kreis der mit Batman Begins eröffnet wurde. Dabei blieb die Filmreihe ohne Ausfall auf enorm hohem Niveau. The Dark Knight Rises ist so emotional wie kaum ein Actionfilm je zuvor und das passt perfekt für den (fast) epischen Abschluss der Dark Knight Trilogie. Das wichtigste zum Schluss, keine der 164 Minuten ist auch nur im Ansatz langweilig. Wer das Gegenteil behauptet ist ein Spinner.

Details

Darsteller: Christian Bale, Gary Oldman, Tom Hardy, Michael Caine, Anne Hathaway, Joseph Gordon-Levitt, Morgan Freeman, Marion Cotillard
Regie: Christopher Nolan
Länge: 164 min
FSK: 12
Veröffentlichung: 2012

 Bewertung: 


Montag, 18. Juni 2012

Film-Special: Finckys 50 Favorite Movies


Es war gar nicht so leicht, aber es ist vollbracht. Ich präsentiere euch ab heute und in den nächsten Tagen meine 50 besten Filme. Da ich die Liste jetzt schon vollständig überblicken kann, würde ich behaupten, dass es sich um einen ziemlich bunten Haufen Filme handelt, die alle auf ihre Art und Weise mich begeistern können. Also kurze Rede, langer Sinn...  Viel Spaß beim Lesen und fleißig kommentieren bitte!

Worum geht's? Der Film erzählt von einer Gruppe fünf junger Leute, die im ländlichen Texas einer Familie von Kannibalen in die Hände fällt. Nur eine junge Frau entkommt der anschließenden Mordserie lebend.

Warum in der Liste?  TCM, liebevoll abgekürzt, ist wahres Terror-Kino, ganz anders als heutige Schlachtorgien á la Hostel, Saw und Co. Das Blutgericht von Texas ist zwar berühmt und berüchtigt, wegen der angeblichen Gewaltperversionen und war deshalb in Deutschland bis 2012 nicht ungekürzt erhältlich. Dabei spielt sich nahezu sämtliche Gewalt im Kopf ab. Lediglich der unfassbar dreckige Look und die wirklich verstörende Tonkulisse sorgen für tiefen Schmerzen. The Texas Chain Saw Massacre ist ein nervenaufreibendes Stück Filmgeschichte, dass den Zuschauer nach kurzer Einführung nicht mehr los lässt.

Worum geht's? Einer flog über das Kuckucksnest ist ein Drama über das Leben mehrerer Insassen einer Psychiatrie, deren Aufenthalt in der Anstalt sich völlig verändert, als der draufgängerische Schwerenöter in die Klinik eingewiesen wird.

Warum in der Liste? Der Film ist einfach nur traurig-schön, mit genau der angebrachten Menge Humor, die ein solches Thema zulässt. Dazu gibt es diverse fantastische Performances zu sehen, u.a. den Durchbruch von Jack Nicholson, in der Rolle seines Lebens. Geleitet wird der Film von dem nicht weniger begabten Milos Forman als Regisseur, der nicht zum letzten Mal in diesem Ranking auftauchen wird, so viel sei versprochen. Das tolle an diesem Film ist das Setting und Thema an sich, welches man selten als Topic eines Kinofilms sehen konnte. Daher ist es erfrischend und unverbraucht und regt nachträglich zum Denken an.

Worum geht's? Frank Dux ist Kampfsportler und reist, als Teil eines Versprechens gegenüber seinem Meister, nach Hong Kong um dort am geheimen und doch berühmten Vollkontakt-Kumitee teilzunehmen.

Warum in der Liste? Ich bin riesiger Martial-Arts Filmfan und Bloodsport war der erste dieser Art, den ich gesehen habe. Jean Claude van Damme entwickelte sich als Held für mich, nichts ahnend was aus dem ehemaligen Kampfkunstexperten im Laufe der Zeit geworden ist. Bloodsport bietet alles was das Fan Herz begehrt: Brachiale und blutige Kämpfe, einen sympathischen Hauptdarsteller, Forest Whitaker in einer Nebenrolle, lustige Gegner, einen später oft kopierten Buddy-Effekt, starke Musik und wunderbar choreografierte Kämpfe. Dazu nervt der Film, im Gegensatz zu zahlreichen Nachmachern, nicht mit einem unnötigen Nebenplot.

Worum geht's? Ein unbekannter Kindermörder versetzt die Bewohner von Berlin in Schrecken und Hysterie, so dass sowohl die Polizei als auch die Unterwelt seine Verfolgung aufnehmen. Er hat bereits mehrere Kinder umgebracht; eine hohe Belohnung ist ausgesetzt.

Warum in der Liste? M - Eine Stadt sucht einen Mörder ist einer der wichtigsten Streifen der deutschen Filmgeschichte und einer der ersten Film überhaupt die, die Möglichkeiten des Tons nutzten. M ist ein extrem spannender und zugleich ernüchternd erschütternder Film über Selbstjustiz, Massenhysterie, Hass und den Umgang mit "geistig minderwertigen" Menschen. Auch wenn der Film heute mit seinem schwarz/weiß-Bild angestaubt wird, so ist es doch seine Handlung ganz und gar nicht, im Gegenteil. Viele Thematiken sind aktueller denn je und sind es auch heute noch Wert geschaut zu werden.

Worum geht's? Dominick Cobb ist Anführer einer Gruppe, der es möglich ist mittels Extrahierung Träume von Menschen zu beeinflussen, sich selbst in diese einzupflanzen und wertvolle Informationen zu rauben. Bei Cobbs vermutlich letztem Deal steht jedoch viel mehr auf dem Spiel als man ahnen kann...

Warum in der Liste? Inception ist ein einziger Mindfuck, der wohl wie kaum ein anderer Film in den letzten Jahren für zahlreiche und hitzige Diskussionen nach dem Kinobesuch und im Anschluss im Internet sorgte. Christopher Nolans Meisterwerk der Science-Fiction lässt viel Raum zur Interpretation, nicht nur am Ende. Weiterhin glänzt der Film mit einer optischen Bildgewalt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Über den brillanten Cast um Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio braucht man kaum Worte verlieren. Über Hans Zimmers wuchtigen und dynamischen Soundtrack aber schon. Hier stimmt jeder Ton zu jeder Sekunde. Nolan schaffte es mit Inception eine komplexe Handlung so auf die Leinwand zu bringen, dass sowohl Feingeister als auch Actionfans voll auf ihre Kosten kommen sollten.

Worum geht's? Ein maskierter Killer treibt sein brutales Unwesen in der Kleinstadt Woodsboro. Jeder könnte der Täter sein, aber auch jeder ein Opfer.

Warum in der Liste? In der ersten Hälfte der 90er Jahre war das Horrorkino tot. Es gab lediglich die x-ten Direct-to-DVD Fortsetzungen bekannter Slasherreihen. Neues oder inspirierendes gab es nicht zu verzeichnen. Dann kam Altmeister Wes Craven (A Nightmare On Elm Street) um die Ecke und belebte mit seinem Slasher Scream - Schrei! das Horrorformat völlig neu. Seine Figuren sollte nicht einfach nur Opfer sein, sondern Charisma und Charakter haben. Er wollte nicht die gängigen Klischees aus Horrorfilmen bedienen, sondern sie in gleicher Weise ehren und persiflieren. Scream ist rasant, gruselig, humorvoll und spannend zu gleich. Leider trat auch Cravens Scream der Fortsetzungsmaschinerie Hollywoods bei und konnte die Klasse und Qualität des Originals nicht halten.

Worum geht's? Der US-Marshal Edward „Teddy“ Daniels untersucht im Jahr 1954 mit seinem Partner Chuck Aule das Verschwinden der Patientin Rachel Solando aus dem Ashcliffe Hospital für psychisch gestörte Schwerverbrecher, das auf der Insel Shutter Island vor der Küste von Massachusetts liegt.

Warum in der Liste? Martin Scorsese schafft es einfach immer mich zu begeistern. Mein absoluter Lieblingsregisseur scheint Meister eines jeden Genres zu sein und setzt immer wieder neue Referenzwerte. Shutter Island sollte das bei den Kritikern und Kinogängern nur bedingt gelingen, obwohl der Film ein sowohl optisches als auch inhaltliches Meisterwerk ist. Der Film lebt und fällt in der Regel mit seinem Hauptdarsteller. Hier lebt er nur mit DiCaprio, der perfekt in die Rolle das Marshals passt, der an allem zweifelt und innerlich zerrissen ist. Glaubt man zu Beginn noch, sich in einem klassischen Crime-Thriller zu befinden, wird man bald nicht mehr die Grenzen zwischen Wahnsinn und Realität erkennen. Shutter Island ist ein Genuss für jeden Fan klassischen Kinos, mit hohem Wiederschauwert, trotz des Mindfuck-Twists am Ende.

Worum geht's? John Rambo ist Kriegsveteran. Bei Kriegsantritt als Held gefeiert, bei seiner Wiederkehr, wie viele seiner Kameraden, als Kindermörder und unerwünschtes Übel verhasst. An ein normales Leben ist nicht zu denken, überall wird die Anwesenheit Rambos abgewiesen, weshalb sein Instinkt nichts anderes zulässt, als sich wie im Krieg zu verhalten.

Warum in der Liste? Im Gegensatz zu den blutigen und trashigen Fortsetzungen schafft es der erste Rambo Film First Blood mit atmosphärischen Bildern, einem gut aufgelegten Stallone und einer ernsthaften Thematik zu begeistern. Im Vietnam-Krieg gab es keine Gewinner und doch waren die größten Verlierer die, die naiv und oft nicht freiwillig den Dienst für ihr Land antraten. Dieses Thema zeigt der Film ausdrücklich, realistisch und bedrückend zu gleich. Dennoch ist auch der erste Rambo Film bereits ein rasantes Action-Feuerwerk, das (leider) wegbereitend war für das Blockbuster-Kino der 80er Jahre. Dabei bleib First Blood oft missverstanden, trotz seiner offensichtlichen Anprangerung.

Worum geht's? James Bond ist Geheimagent des britischen MI6 und soll verhindern, dass der Goldschmuggler Auric Goldfinger seinen Plan umsetzt, das amerikanische Goldreservenlager in Fort Knox radioaktiv zu verseuchen und damit die Wirtschaft der gesamten Welt bedroht.

Warum in der Liste? Goldfinger ist stellvertretend für viele brillante James Bond Filme in der Liste, zählt er doch für viele Fans als der beste der gesamten Reihe. Goldfinger machte Sean Connery nicht nur zum weltweiten Superstar und Sexsymbol vieler Frauen, nein er war auch Wegbereiter für das große Abenteuer- und Actionkino der folgenden Jahrzehnte. Heute wirkt einiges in dem Streifen angestaubt, vor allem das Frauenbild, dennoch zeigte Goldfinger recht früh, was mit Tricktechnik alles möglich ist. Der charismatische Hauptdarsteller, der beste Bond-Gegenspieler aller Zeiten und eine faszinierende Story machen Goldfinger für alle Agentenfans zum absoluten Muss!

Worum geht's? Der dunkle Ritter Gotham Citys, Batman, bekommt es nicht mit einem einfachen Widersacher zu tun, der es auf Geld und Ruhm abgesehen hat. Nein, er bekommt es mit dem psychopathischen, anarchistischen Joker zu tun, der nichts anderes im Sinn hat, als Batman zu vernichten.

Warum in der Liste? Bereits Christopher Nolans erste Batman-Verfilmung Batman Begins spielte in einer ganz anderen Liga als die Verfilmungen der 90er Jahre und generell wesentlich höher als alle seine Genrevertreter. The Dark Knight war DIE Comicverfilmung, die sogar Leute ins Kino brachte, die sonst verabscheuend auf die Comickultur schauten. Kein Wunder, The Dark Knight liefert alles, was Kino für mich ausmacht. Starke Charaktere, perfekt gespielt, u.a. von tragischen Heath Ledger, rasante Actionszenen, eine tiefgründige Story und ein perfektes Gesamtbild, das vermutlich in diesem Genre unerreicht bleiben wird. Daran können auch die Avengers nichts mehr ändern...

FORTSETZUNG FOLGT!

Montag, 4. Juni 2012

Finckys Film Klub: #3 Movie Roundup Mai/Juni 2012



Nach langer Zeit gibt es mal wieder eine Folge von Finckys Film Klub. Dieses Mal ohne bestimmtes Thema und ohne einen bestimmten Film im Mittelpunkt. Dafür mit einer ganzen Menge an aktuellen Blu-Ray und DVD Releases des letzten Monats und des aktuellen Monats. Wie ihr das findet und ob ihr lieber wieder einzelne Filmtitel besprochen haben wollt, könnt ihr mir in den Kommentaren schreiben. Eure Meinung zu den besprochenen Titeln interessiert mich jedoch noch viel mehr!

00:00 - 01:57 Introjingle und Einleitung
01:57 - 07:25 Let Me In
07:25 - 10:45 Red State
10:45 - 13:55 The Descendants
13:55 - 19:50 The Girl With The Dragon Tattoo
19:50 - 22:22 Perfect Sense
22:22 - 24:20 The Strangers
24:20 - 28:22 Drive
28:22 - 32:22 The Ides Of March
32:22 - 37:40 Melancholia
37:40 - 38:25 Verabschiedung
38:25 - 38:50 Outtake in Dolby Digital

Mittwoch, 8. Februar 2012

Finckys Film Klub: #1 Die Rocky Saga


Und da haben wir sie, die erste Podcast-Episode von Finckys Film Klub. Es war mir ein Herzensbedürfnis einen Podcast über eine meine Lieblingsfilmreihe Rocky zu machen und vor allem einen meiner Lieblingsschauspieler (Sylvester Stallone) zu würdigen.

Endlich stand mir auch ein vernünftiges Mikrofon zur Verfügung, anders als in den bisherigen Ohrenschmaus-Episoden. Das dennoch noch nicht alles glatt lief und die Länge für einen Solopodcast auch etwas zu lang ist sei mir verziehen.

In dem Podcast gehe ich ausführlich auf den ersten mit dem Oscar prämierten Rocky Teil ein und betrachte im zweiten Teil des Podcasts die 5 Sequels.

Um das ganze aufzulockern, habe ich natürlich wieder zahlreiche Musikstücke, Trailer und Zitate eingebaut.
Also gebt mir euer Feedback. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß mit meinem Podcast und hoffe er gefällt euch!

Donnerstag, 26. Januar 2012

Trailer: Finckys Film Klub



Exklusiv für euch. Der Trailer zu Finckys neuem Ohrenschmaus-Projekt: Finckys Film Klub!

Viel Spaß!

Dienstag, 24. Januar 2012

...And The Oscar Goes To... (Fincky kommentiert die Academy Nominierungen)

 von Fincky

Es ist soweit. Heute früh wurden die Nominierten für die kommende Oscar-Verleihung von der Academy bekannt gegeben. Überraschungen gibt es tatsächlich kaum. Außerdem kristallisieren sich bereits die großen Favoriten heraus. Das man sich mit Prognosen jedoch auch irren kann, bewiesen die letzten Academy-Awards jedoch nicht selten...



Bester Film: In der Kategorie für den besten Film gibt es kaum Sensationen. Bis auf J. Edgar mit DiCaprio sind alle erwarteten Filme nominiert worden. The Artist wird als großer Oscar-Favorit natürlich besonders in dieser, wichtigsten Kategorie hoch gehandelt. Lediglich Moneyball mit Brad Pitt und The Descendants mit George Clooney rechne ich hier Chancen aus.
Finckys Tipp: The Artist
Finckys Hoffnung: Moneyball

Beste Regie: In dieser Kategorie dürfte es etwas spannender werden. Woody Allen darf sich berechtigte Chancen auf seinen 4. Award machen mit seinen fantastischen Bildern aus Paris in Midnight In Paris. Doch die Konkurrenz ist groß, denn auch mein Lieblings-Regisseur Martin Scorsese ist für seinen ungewöhnlichen 3D-Film Hugo Cabret nominiert. Schwer zusagen wer hier die Nase vorne haben wird, denn auch Michel Hazanavicius ist für The Artist wählbar. Über dessen Rolle bei den Oscars sprach ich ja eingangs schon.
Finckys Tipp: Woody Allen (Midnight In Paris)
Finckys Hoffnung: Woody Allen (Midnight In Paris)

Bester Hauptdarsteller: In dieser wichtigen Kategorie wird es vermutlich zum Duell zwischen George Clooney und Brad Pitt kommen. Ich persönlich hoffe, dass Clooney seinen zweiten Oscar einfährt. Überraschend nominiert ist dagegen Gary Oldman, ihm stehen jedoch nur Außenseiterchancen zu. In der Liste fehlt überraschend Leonardo DiCaprio, der in J. Edgar, eigentlich zum x-ten Mal sein großartiges Können bewiesen hat und wie immer leer ausgehen wird, dieses Mal sogar gänzlich ohen Nominierung.
Finckys Tipp: George Clooney (The Descendants)
Finckys Hoffnung: George Clooney (The Descendants) 



Beste Hauptdarstellerin: Eine sehr spannende und reizvolle Nominierungsliste. Meryl Streep ist Dauerbrennerin (17 Nominierungen) bei den Awards und gilt auch als Favoritn. Doch auch Rooney Mara, als Newcomerin in Verblendung darf sich Chancen ausrechnen. Verdient hätten es hier eigentlich alle Darstellerinnen, besonders Michelle Williams, die sich nicht erst mit My Week With Marilyn den Ballast als ehemalige Serien-Darstellerin vom Leib gespielt hat.
Finckys Tipp: Meryl Streep (Die eiserne Lady)
Finckys Hoffnung: Michelle Williams (My Week With Marilyn)

Bester Nebendarsteller: Die größte Enttäuschung der Nominierungen in diesem Jahr ist neben DiCaprios Fehlen sicherlich die Nichtberücksichtigung von Ryan Gosling, der, wenn schon nicht in der Hauptrolle für Drive, immerhin für seine Nebenrolle in The Ides Of March hätte nominiert werden MÜSSEN. Schade, denn die Anderen nominierten haben ihm jedenfalls nicht die Show gestohlen. Beim Favorit ist Nick Nolte in dem Martial-Arts-Drama The Warrior.
Finckys Tipp: Christopher Plummer (Beginner)
Finckys Hoffnung: Nick Nolte (The Warrior)

Beste Nebendarstellerin: Hier ist der Preis aus meiner Sicht schon für Berenice Bejo in The Artist vergeben. Die Konkurrenz aus den anderen Filmen kann hier leider nicht mithalten und somit wird The Artist auch diesen Preis abstauben.
Finckys Tipp: Berenice Bejo (The Artist)
Finckys Hoffnung: Melissa McCarthy (Brautalarm)

Beste visuelle Effekte: Beeindruckende Effekte liefern alle fünf Filme ab. Mein Favorit war in der Tat das Ende der Harry Potter Saga, das mich sprachlos gemacht hat. Real Steel und die Transformers liefern sich ein Roboterduell. Am Ende dürften jedoch die grandiosen, aber eher zurückhaltenderen Effekte aus Planet der Affen: Prevolution thronen.
Finckys Tipp: Planet der Affen: Prevolution
Finckys Hoffnung: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Pt. 2



Den Preis für das beste Originaldrehbuch wird sicherlich Woody Allen für Midnight In Paris bekommen. Daran geht eigentlich kein Weg vorbei. Beim besten adaptierten Drehbuch dürfte es dagegen spannend werden. The Ides Of March war ein großartiger Film mit tollem Plot. George Clooney ist auch dieser Award zu gönnen. Ich vermute jedoch, dass Moneyball den Preis gewinnen könnte, wäre ebenfalls eine gute Wahl. Den Preis für die beste Kamera dürfte sich Guillaume Schiffman für seine beeindruckenden Bilder in The Artist sichern. Und auch die beste Original-Musik dürfte der Stummfilm abbekommen. Unfassbar, aber wahr, auch Transformers 3 ist für einen Academy-Award nominiert, wenn auch nur für die beste Tonmischung.

Und hier noch die Anzahl der Nominierungen pro Film in der Übersicht mit freundlichem Dank an Filmstarts!

11 Nominierungen:
"Hugo Cabret"

10 Nominierungen:
"The Artist"

6 Nominierungen:
"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"
"Gefährten"

5 Nominierungen:
"The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
"Verblendung"

4 Nominierungen:
"The Help"
"Midnight in Paris"

3 Nominierungen:
"Albert Nobbs"
"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2"
"Dame, König, As, Spion"
"Transformers 3"
"The Tree of Life"

2 Nominierungen:
"Brautalarm"
"Extrem laut und unglaublich nah"
"Die Eiserne Lady"
"My Week with Marilyn"
"Nader und Simin - Eine Trennung"

1 Nominierung:
"Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der 'Einhorn'"
"Anonymus"
"Beginners"
"A Better Life"
"Bullhead"
"Die Katze von Paris"
"Chico & Rita"
"Drive"
"Footnote"
"The Ides of March - Tage des Verrats"
"In Darkness - Eine wahre Geschichte"
"Jane Eyre"
"Kung Fu Panda 2"
"Der große Crash - Margin Call"
"Monsieur Lazhar"
"Die Muppets"
"Der gestiefelte Kater"
"Rango"
"Real Steel"
"Rio"
"Planet der Affen: Prevolution"
"W.E."
"Warrior"