Montag, 3. September 2012

Vom X-Boxer zum PS3 Fanboy: Fincky erzählt...

 
 Fincky
 
Ich – einer der größten Sony-Hetzer des Universums – habe mir eine  
Playstation 3 angeschafft. Kaum zu glauben oder? Ich habe das Gerät erst
4 Tage, habe es aber jetzt schon in mein Herz geschlossen. Warum? Das
erzähle ich euch jetzt.
 
Am Freitag hatte ich mich für das 320 GB Slim (K) Modell mit einem
Controller für 212,99 € entschieden. Ein fairer Preis aus meiner Sicht.
Dazu nahm ich mir die Spiele „Heavy Rain“, „Uncharted 2“ und
„Killzone 3“ mit. Natürlich erstmal die Exklusivtitel abstecken, da
ich zuvor ja schon mittels Xbox 360 schon gut versorgt war. Der Aufbau
samt Installation ging fix. Besonders gut gefiel mir der integrierte
WLAN Anschluss. Für meine Xbox Arcade müsste ich einen WLAN-Adapter erst
für nicht grade wenig Geld dazu kaufen. Innerhalb von wenigen Minuten
war die PS3 Online, zog Firmware Updates und auch die
System-Einstellungen gingen locker von der Hand.
 
Ebenfalls positiv ist der Controller als Eingabegerät. Das Pad ist
wesentlich leichter als bei der Konkurrenz von Microsoft und wieder
positiv hervorzuheben ist, dass mittels USB Kabel der Akku aufladbar ist
und nicht wie bei der 360 Akkubatterien bzw. ein separater Akku
anzuschaffen ist, den man an einer Station aufladen muss. Dafür liegt
das Gamepad nicht so gut in den Händen. Der Xbox-Controller und diese
Meinung ist natürlich völlig subjektiv ist griffiger und passender, vor
allem für etwas größere Griffel :)
 
Ein weiterer technischer Aspekt pro PS3 ist die extrem ruhige
Geräuschkulisse des Models, egal ob man zockt, Blu-Rays guckt oder im
PS-Store unterwegs ist. Das Gerät ist immer leise und sticht damit
zumindest meine 360 Arcade deutlich aus, die schon recht laut werden
kann.
 
Anschließend habe ich den integrierten Blu-Ray Player getestet und mit
meinem separaten Gerät verglichen. Einziger Unterschied ist auch hier
die reduzierte Geräuschkulisse. Und die Tatsache, dass die PS3 auch
3D-Blu-Rays abspielen kann. Tolles Feature, gemessen am Preis!
 
Aus meiner Sicht brillant ist das Angebot eine externe Festplatte
anzuschließen und die PS3 somit als Multimedia-Center zu verwenden, vor
allem, da das Gerät nahezu alle Bild, Ton und Videoformate (sogar mp4)
erkennt, was sogar nur den wenigsten Blu-Ray Playern gelingt.
Wunderbar!
 
Der PSN-Store ist schön übersichtlich und bietet ein reichhaltiges
Angebot an alten und neuen Spielen, besonders die Möglichkeit alte PSOne
und PS2 Klassiker zu spielen ist toll. Die Preise sind dabei in der
Regel fairer als auf dem Xbox-Marktplatz, dafür sind jedoch, zumindest
bei mir, trotz 100% Signalstärke des WLANs die Downloadzeiten sehr lang.
Besonders bei vollwertigen PS3 Spielen muss man sich Zeit nehmen, bzw.
man lässt es im Hintergrund oder so wie ich über Nacht laufen. Infamous
2 benötigt zb 15 GB Speicher, die erst einmal runtergeladen werden
müssen. Aber allein die Tatsache, dass ich auf der Playstation ohne
Zusatzkosten Online-Gaming betreiben kann ist grandios. Auf der X-Box
ist das ohne kostenpflichtige Gold-Mitgliedschaft nicht möglich. Man
kann jedoch auch Sony das Geld in den Arsch stecken mit einer PSN Plus
Mitgliedschaft z.B. für 15 € für drei Monate. Dafür bekommt man aber
sofort 10 Spiele, darunter hochwertige, wie aktuell Borderlands, Dead
Space 2, Infamous oder das wunderbare Little Big Planet 2. Zusätzlich
gibt es exklusive Rabatte und mehr. Das rechnet sich in jedem Fall!
 
Jetzt aber endlich zum Zocken. Ich wollte zuerst Uncharted 2 testen.
Das Spiel ist schon etwas älter, weshalb es bereits einige Patches gibt.
9 Updates waren es in der Summe, mal 10 mb mal 100 mb groß. Positiv ist,
dass alles automatisch geladen und installiert wird. Blöd nur, dass die
Vorfreude aufs Zocken gebremst wird, wenn man ne halbe Stunde warten
muss. Die Patches bei Microsoft sind kleiner und schneller geladen. Wenn
dann auch noch das Spiel installiert werden muss, wie bei Heavy Rain,
kann es wirklich verdammt lange dauern.
 
Aber irgendwann geht es dann los. Über die Spiele im Einzelnen, will
ich an dieser Stelle nicht sprechen. Grafisch nehmen sich Sony und
Microsoft nichts, lediglich bei der Performance liegt die Xbox bei
einigen Spielen nachweislich vorne und hat weniger mit Rucklern zu
kämpfen. Dafür gefiel mir der Sound der PS3 besser, kann aber auch
einfach nur eine subjektive Wahrnehmung sein. Durch Installation sind
die Ladezeiten der Spiele wesentlich geringer als bei der Konkurrenz.
Mehr kann ich zocktechnisch noch gar nicht sagen, da ich erst knappe 3
Stunden gespielt habe. Aber schon mal vorweg, Heavy Rain hat das
Potential zum All Time Favoriten zu werden bei mir.
 
 
+
Gute Exklusivtitel
Integrierter WLAN Adapter
Einfache Bedienung und Installation
Leichter Controller
Akku per USB aufladen
3D Blu-Ray Player
Sehr leises Gerät
Gerät erkennt nahezu jedes Dateiformat (Bild, Ton, Video)
Gut ausgestatteter übersichtlicher Store mit fairen Preisen
Gratis Online-Gaming
Geringere Ladezeiten beim Spielen, dank Installation

-

Xbox Controller liegt besser in der Hand, Position des linken Sticks
u.a. besser
Benutzeroberfläche nicht wirklich stilvoll aus meiner Sicht. Xbox
besser.
Langsamere Server als bei Microsoft.
Downloads und Installationen sehr langwierig.

Podcast Spezial - Gedankengänge zu Metal Gear Solid Ground Zeros (Teil 2)

von Tony Menzel

Seit der Ankündigung von Metal Gear Solid Ground Zero(s) auf dem Geburtstagsevent zum 25. Jubiläum (wir berichteten) sind viele neue Details zum nächsten Ableger der japanischen Stealth Reihe bekannt geworden, nicht zuletzt durch die aktuell stattfindende Pax Prime in Seattle (mehr dazu demnächst).
Natürlich hat mich das zu weiteren Gedanken über meine liebste Spieleserie gebracht und es gilt einige Fakten zu korrigieren.

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Trotz der leichten Enttäuschung über den Hauptcharakter, ist meine Vorfreude auf das Spiel nun noch viel größer. Sobald weitere Details bekannt sind, werde ich mir auch wieder Gedanken machen.



Sonntag, 2. September 2012

Podcast Spezial - Gedankengänge zu Komplexität und Casualisierung

von Tony Menzel

Dieses Thema schließt direkt an das gestrige an, nämlich die verschiedenen Gründe, aus denen man ein Spiel spielt. Heute geht es noch etwas präziser um die Komplexität in Spielen und die Frage, ob sie in den letzten Jahren abgenommen hat. Bringen wir es auf den Punkt: viele "Hardcore Gamer" beschweren sich am laufenden Band, dass neue Spielergenerationen nur noch verweichlichte, ver-casualisierte Spiele wollen. Aber stimmt das überhaupt? Ich habe mich dem Thema (kurz und knapp) angenommen.

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Auch nächste Woche werde ich das Projekt Gedanken zu ... fortsetzen und mit dem Diktiergerät meine Gedanken aufzeichnen, egal, wo ich gerade bin. Den täglichen Rhythmus werde ich leider nicht immer einhalten können, deswegen gibt es nächste Woche weniger Episoden als diese.

Samstag, 1. September 2012

Ohrenschmaus Spezial - Gedankengänge zu Spielertypen

von Tony Menzel

Es gibt so viele gute Gründe um Videospiele zu spielen. Nicht jeder ist ein sogenannter Hardcore Spieler und probiert alles was er zwischen die Finger bekommt. Ich gehöre zu einem Typ von Spieler der sehr oft darüber nachdenkt was er spielen möchte und warum eigentlich und letztendlich verbringe ich meine eigentliche Spielzeit dann viel mehr mit Nachdenken. Das kann zuweilen echt nervig sein. Sitzt ihr auch oft vor der Konsolen und grübelt darüber worauf ihr gerade Lust habt oder habt ihr ein Spiel, das ihr immer wieder einwerft egal zu welcher Zeit und Gelegenheit? Meine Meinung zu dem Thema gibt es hier:

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Noch zwei Sachen zu dieser Ausgabe: erstens habe ich das Thema nur sehr kurz angerissen. Man kann noch sehr viel mehr dazu sagen. Zweitens wundert euch nicht über die Qualität, ich war ziemlich schnellen Schrittes  unterwegs. Aber wen stört schon etwas Seitenstechen?

The Expendables 2


Story

Auftraggeber Mr. Church hat nicht vergessen, dass Barney Ross und sein Chaospack bei der letzten Mission mehr Schaden als Nutzen vollbracht haben, weshalb er Ross’ zur Wiedergutmachung einen neuen Auftrag gibt. Die Expendables müssen in den tiefsten Ostblock um eine Katastrophe größtens Ausmaßes zu verhindern und den Tod eines Freundes zu rächen.


Kritik

Obwohl ich dem ersten Teil des Action-Feuerwerks zu seiner Zeit die Höchstwertung gegeben habe, muss ich eingestehen, dass Teil 2 in fast jeder Hinsicht besser ist als sein Vorgänger. Zum einen liegt das an der wesentlich zielorientierteren Regie von Simon West, der Stallone abgelöst hat. West bezieht sich auf das Wesentliche. Actionorgien mit immenser Gewaltdarstellung, knackigen One-Linern und einer Menge Selbstironie. Es gibt zwar wie im ersten Teil noch ein paar kleine Nebenschauplätze, letztlich verlässt West jedoch nie das eigentliche Territorium, anders als es Mr. Stallone noch im ersten Teil  vollzogen hat.

Schon die Opening-Sequence hat es unglaublich in sich. Es werden Köpfe weggesprengt, Gliedmaßen fliegen durch die Gegend, es ist laut, krawallartig und das pure Actionchaos, aber gekonnt und ohne viel Wackelei auf die Leinwand gebracht. Sowohl die älteren Recken, als auch die jüngere Darsteller hauen sich einen witzigen Spruch nach dem anderen um die Ohren. Dabei sieht man zu jeder Zeit wie viel Spaß die Männer beim Dreh hatten. Manches Mal, besonders bei Bruce Willis, sieht man sogar, wie sich die  Schauspieler das Lachen nicht mehr verkneifen können. Und auch im Publikum war die Feier groß. Das Kino war durchgängig mit Männern bestückt und feuerte die Actionstars förmlich an. Spätestens als Chuck Norris seinen kurzen, aber wirklich einprägsamen Auftritt hat, gab es im Saal kein Halten mehr. Dass sich der Film auch selbst parodiert zeigt eine Szene in der Stallone als Barney Ross eine Rede zu Ehren eines verstorbenen Teammitglieds hält. Bewegende, aber auch klischeehafte Worte die dann plötzlich durch Jason Statham unterbrochen werden mit: „Haben wir einen Plan?“ und Stallone trocken: „Suchen, Finden, Töten!“. Ein Kracher, der für viel Gelächter gesorgt hat.

Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis, die im ersten Teil nur einen kurzen Dialogauftritt hatten, bekommen endlich mehr Screentime und als im Schlußakt John McClaine, Rambo und der Terminator in Reih und Glied stehen und wild um sich ballern, gibt es WIRKLICH kein Halten mehr. Simon West bedient wirklich sämtliche Fanwünsche. Mehr kann man einfach nicht bekommen. Etwas weniger gelungen ist Jean Claude van Damme als Bösewicht, der mit deutscher Synchronstimme und Sonnenbrille nicht ernst zu nehmen ist. Wirklich böse ist anders. Spätestens als er seine dicken Tränensäcke und Falten an den Augen entblößt ist klar, dass sein Co-Bösewicht Scott Adkins wesentlich authentischer, wenn auch als Abziehbild eines Klischeeostblockers, wirkt.

Am Ende bekommt jeder Actionheld seine großen Momente: Statham als Priester im Messerkampf, Stallone im Faustfight mit dem Kickboxer van Damme, Terry Crews mit seiner fetten Wumme aus Teil 1, Chuck Norris als einsamer Wolf, Willis und Arnie als wuchtige Ballermänner, Liam Hemsworth als Afghanistanrückkehrer, einen mit Pfannen um sich schlagender Jet Li und die Witzbolde Randy Couture und Dolph Lundgren in ihrer bekannten Art. Was soll da noch kommen in Teil 3? Einiges, denn Nicolas Cage hat sich bekanntlich schon verpflichtet.

Durch Chuck Norris’ Einschreiten sollte der Film weniger brutal werden als der erste, doch zum Glück wollte man die Zielgruppe nicht enttäuschen und änderte nichts. Stattdessen ist der Streifen noch eine Schippe heftiger und brutaler als The Expendables 1. Auch die Spezialeffekte wirken wesentlich aufwendiger als im Vorgänger. Sehr gut!

Auf die Story braucht man natürlich nicht zu hoffen, aber das hat auch niemand oder? Eigentlich weiß jeder was ihn erwartet. Eine pure Action- und Zerstörungsorgie. Während Stallone den Verzichtbaren noch Tiefgang und etwas Handlung geben wollte, verzichtete man für den zweiten Teil fast gänzlich darauf. Es gibt einen Auftrag und der ist zu erledigen. Punkt. Kurios, aber diese Prämisse funktioniert perfekt.


Fazit

Simon West’s Fortsetzung der Expendables ist feinstes Popcorn-Kino, das die Helden unserer Kindheit würdig feiert und von der ersten bis zur letzten Sekunden einfach nur Spaß macht. Tiefgang ist nicht zu erwarten, wäre auch alles andere als sinnvoll. Kracher!


Details

Darsteller: Sylvester Stallone, Jason Statham, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Terry Crews, Dolph Lundgren, Jean Claude van Damme, Chuck Norris, Jet Li, Randy Cotoure, Scott Adkins
Regie: Simon West
Länge: 103 min
FSK: 18
Veröffentlichung: 2012

Bewertung: